Umgang mit Computer, Laptop, Smartphone in der Grundschule

Siebenjährige gehen nicht nur in die Grundschule, sondern heutzutage ins Internet

Ralf Schmitz hackt Internetseiten und klärt auf. Auch Siebenjährige gehen heutzutage ins Internet. Über Gefahren und Risiken wissen sie wenig. Lehrer sind unzureichend geschult, um Medienkompetenz zu vermitteln.

In dem kleinen Ort Kaufbeuren, waren über 100 Eltern wieder eingetroffen, um den IT-Sicherheitsexperten Ralf Schmitz an der Grundschule Kaufbeuren-Oberbeuren zu hören.

Was sind Spam-Mails? Sind es E-Mails, die lustig sind? Versteckt sich dahinter Werbung mit merkwürdigem Inhalt? Was sind sichere Internetseiten und wie erkenne ich sie?

Wie hackt man Computer oder Handys?

Sarah, sieben Jahre alt, sitzt vor dem Laptop und überlegt. Fred, neun Jahre alt, weiß die Antwort schon, er hat bereits einen Internetführerschein beim Sicher-Stark-Team gemacht und drückt über die Maus auf Antwort zwei. Beide gehen in die vierte Klasse einer Grundschule.

Sie finden es gut, wie sie sagen, dass sie jetzt von zu Hause in einem Sicher-Stark-Online-Kurs mehr über das Internet erfahren dürfen. Sie haben schon etwas Erfahrung mit dem Internet, durften zu Hause schon mal an den Computer der Eltern, das Tablet benutzen oder mit dem Smartphone ins Internet, sagen sie, aber sicher sind Sie erst durch die Schulung der Sicher-Stark-Experten geworden. Die Puppe Felix ist nicht nur lustig, sondern hat richtig was drauf, soSarah, die von Ralf Schmitz gespielt wird.

Sechs Wochen lang Sicherheitstraining

Sechs Wochen lang werden sie von zu Hause aus fit gemacht, mit den Chancen aber auch den Risiken und Gefahren des Internets umzugehen. Meist auf sehr spielerische Weise und mit einer Portion Humor, aber immer unter Anleitung eines Erwachsenen, denn Kinder sollen nie mit einem Erwachsenbrowser ins Netz.

Es gibt Kinderbrowser und viele Erwachsene kennen diese noch gar nicht.

Kinder müssen dabei systematisch an den Umgang mit dem Internet herangeführt werden. Gerade der Umgang mit Kinder-Apps muss trainiert werden.  Und das so früh wie möglich, lautet die Idee. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet sind heute schon mehr als die Hälfte der Achtjährigen regelmäßig im Internet unterwegs. „Medienkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen, Rechnen und Schreiben“,

Viele Kinder haben bereits heute Smartphones in der Grundschule und Kita und die Tendenz ist weiter steigend.

In manchen Grundschulen haben sich die Schüler schon zu „WhatsApp-Gruppen“ zusammengetan. Übers Wochenende würden da schon mal einige hundert Nachrichten getauscht. Aber auch  Mobbingfälle unter Grundschulkindern und in Chat-Räumen sind keine Seltenheit.

Tipps für Eltern und Kinder

Sicher-Stark hat deshalb einen Surfvertrag entwickelt, um Kinder zu schützen. Dieser kann kostenlos von derInternetseite runtergeladen werden.

Wie funktioniert das Internet, wie surft man sicher, welche Gefahren lauern, welche Suchmaschine benutze ich für welches Thema?

Welche Seiten sind für Kinder geeignet?

Google ist für Kinder im Grundschulalter nicht geeignet. Bei einer Google-Suchanfrage würde die Flut an Informationen, Kinder verängstigen oder auf Sexseiten führen.

Stattdessen sollten Kinderbrowser und Kinderseiten genutzt werden. Die Sicher-Stark-Initiative hat ein 3-teiliges DVD-Setdazu entwickelt, was Eltern, Kindern und Lehrkräften helfen kann, das Internet besser zu verstehen.

Auch Erwachsene können sich über die DVDs Grundwissen und Fortgeschritten-Wissen in Sachen Internet aneignen. Etwa, wie die Technik dahinter funktioniert, wie der Computer auf Schadsoftware überprüft werden kann, was es mit Viren, Würmern und Trojanern auf sich hat. Aber auch viele Infos, wo Film oder Musik lizenzfrei und kostenlos runtergeladen werden kann, werden gezeigt.

http://www.sicher-stark-team.de/kursangebote.cfm

 

Das Deutsche Internet-Institut

20 Experten – ein Thema: Digitalisierung

CeBIT

In Niedersachsen bewegt sich einiges in Sachen Digitalisierung: Die Landeshauptstadt Hannover bewirbt sich um die Ansiedlung des Deutschen Internet-Institutes. Und nun gründet die Landesregierung den digitalRat.niedersachsen und bittet die 20 renommierten Experten auf der CeBIT 2017 zur konstituierenden Sitzung.

Hannover.  Das Land Niedersachsen setzt beim Thema Digitalisierung auf fachkundige Unterstützung: Für ihren digitalRat, der sich am 20. März auf der  CeBIT erstmals trifft, hat die niedersächsischen Landesregierung 20 international renommierte Experten eingeladen. Unter anderem sind der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Prof. Dieter Kempf,  (BDI), der Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Rainer Hoffmann, die Internetbotschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Gesche Joost und Autor und Blogger Sascha Lobo in dem Gremium vertreten, das die Landesregierung bei allen Fragen rund um die Digitalisierung beraten soll.

„Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft mit rasanter Geschwindigkeit. Das zeigen die Aussteller der CeBIT ganz eindrucksvoll. Wir als Veranstalter der CeBIT freuen uns, dass im Rahmen der CeBIT 2017 der Startschuss für den digitalRat.niedersachsen gegeben wird. Die CeBIT bietet als Plattform für Digitalisierung den idealen Rahmen, um ressortübergreifend Fragen des digitalen Fortschritts zu diskutieren“, sagte Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG.

Unter Vorsitz von Ministerpräsident Stephan Weil werden die 20 Digitalexperten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Medien, Bildung, Ethik, Arbeit und Verbraucherschutz Lösungen zum Thema „Digitales Niedersachsen“ diskutieren. Das Gremium soll dreimal jährlich tagen und berät die niedersächsische Landesregierung zu digitalen Fragestellungen.

CeBIT – The Global Event for Digital Business
Die CeBIT in Hannover ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für die Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Jedes Jahr treffen auf der CeBIT gut 3 000 Unternehmen auf rund 200 000 Teilnehmer. Im Fokus stehen dabei neueste Technologien wie Artificial Intelligence, autonome Systeme, Virtual & Augmented Reality, humanoide Roboter und Drohnen.  Die Digitalisierung lässt sich auf der CeBIT in Anwendungsszenarien erleben. Mit dem Topthema der CeBIT 2017 „d!conomy – no limits“ rückt die CeBIT die chancenorientierten Möglichkeiten der digitalen Transformation in den Mittelpunkt. Durch ihre Kombination aus Ausstellung, Konferenz und Networking ist die CeBIT Pflichttermin für die gesamte digitale Wirtschaft. Die CeBIT bietet auch der Start-up-Szene eine Heimat: Bei SCALE 11 präsentieren sich mehr als 400 Start-ups. Die CeBIT 2017 wird vom 20. bis 24. März ausgerichtet. Partnerland ist Japan. Weitere Informationen unter www.cebit.de.

Pllötzlich ist das Darknet in aller Munde

Das ist im Darknet drin

Seit München ist das Darknet ein großes Thema. Diese Ecke des Internets lässt sich nicht mit normalen Suchmaschinen, sondern nur mit Hilfe von Anonymisierungs-Diensten wie dem „The Onion Router“ (TOR) erreichen. In einer im Februar 2016 durchgeführten Studie hat das Londoner Unternehmen Intelliagg sich genauer angeguckt, was im Darknet drin ist. Demnach sind insgesamt nicht ganz die Hälfte der Inhalte im TOR-Netzwerk illegal (nach UK oder US-Recht). Eine Auswertung von rund 13.600 Webseiten ergab, dass File Sharing, geleakte Daten und Finanzbetrug die häufigsten Kategorien sind. Dagegen befassten sich nur vier Prozent der analysierten Adressen mit Drogen und 0,3 Prozent mit Waffen. Letztere im Darknet zu kaufen ist übrigens gar nicht so einfach. Tatsächlich hat der Täter von München dafür laut Medienberichten Monate gebraucht, sagte Linus Neumann vom Chaos Computer Club der Deutschen Presse-Agentur.

Infografik: Das ist im Darknet drin | Statista
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Smartphones und Apps verändern die Internet-Kommunikation immer stärker. Dies zeigt eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Convios Consulting im Auftrag von WEB.DE und GMX. Demnach bevorzugen insbesondere die jüngeren Nutzergruppen bei der E-Mail-Kommunikation das Smartphone und den Laptop. Der Zugang zum E-Mail-Postfach erfolgt zunehmend über die Apps der Mail-Anbieter; im Gegensatz zum stationären Internet spielt der Browser im mobilen Web nur noch eine untergeordnete Rolle. Auf Jahressicht wird die verstärkte mobile Kommunikation dazu führen, dass das Mailvolumen in Deutschland um sieben Prozent ansteigen wird – auf dann 584 Milliarden E-Mails.

Grenzüberschreitende Portabilität von Online-Inhalten

Verordnung zur Gewährleistung grenzüberschreitender Portabilität von Online-Inhaltediensten ist Angriff auf die unternehmerische und die Vertragsfreiheit in der EU.

Verbraucher, Rechteinhaber und Unternehmen schauen unterschiedlich sorgenvoll auf die Pläne der EU-Kommission zur Portabilität von Online-Inhalten. Danach sollen Abonnements von Online-Inhalten auch bei vorübergehenden Aufenthalten im EU-Ausland genutzt werden können. „Dies ist zwar juristisch, nicht aber ordnungspolitisch gerechtfertigt“, erklären Matthias Kullas und Iris Hohmann vom Centrum für Europäische Politik (cep).

Ausgehend davon, dass die unternehmerische Freiheit und die Vertragsfreiheit fundmentale Bestandteile der Ordnungsprinzipien der Marktwirtschaft sind, weist die cepAnalyse darauf hin, dass die Pflicht zur grenzüberschreitenden Portabilität sowohl in die unternehmerische Freiheit der Rechteinhaber und der Anbieter von Online-Diensten als auch in die Vertragsfreiheit der Rechteinhaber, der Anbieter und der Abonnenten eingreift. Die Begründung der Kommission dafür – viele Abonnenten erwarteten grenzüberschreitende Portabilität – hält das cep für nicht überzeugend. „Eine Erwartungshaltung von Marktteilnehmern kann solche Eingriffe ordnungspolitisch nicht rechtfertigen“, so der cep-Experte Kullas, der warnt: „Für die Nutzer können die Abonnements durch die Pflicht zur grenzüberschreitenden Portabilität teurer werden. Denn zum einen werden die Anbieter versuchen, höhere Kontrollkosten an die Abonnenten weiterzugeben. Zum anderen werden die Rechteinhaber aufgrund der Pflicht zur grenzüberschreitenden Portabilität versuchen, die Lizenzgebühren – zumindest bei Neuverträgen – zu erhöhen.“

Positiv sei einzuschätzen, dass Rechteinhaber auch zukünftig nationale Lizenzen vergeben können und Anbieter keine Lizenzen für das EU-Ausland erwerben müssen. Auch erhalten Anbieter kostenloser Abonnements eine Wahlmöglichkeit, ob sie grenzüberschreitende Portabilität anbieten wollen. Die mögliche Befreiung der Anbieter kostenloser Abonnements von der Portabilitätspflicht ist aus Sicht des cep sachgerecht, da nicht alle die resultierenden Kosten tragen können. Allerdings können die Kontrollkosten für die Anbieter steigen, weil die EU-Kommission nicht spezifiziert, was „wirksame Mittel“ für die Kontrolle des Wohnsitzstaats sind.

Die cepAnalyse lesen Sie hier.

Facebook hat die aktivsten Nutzer

 Facebook wächst kaum noch, verliert Reichweite bei Teenagern, ist nicht mehr hip … in schöner Regelmäßigkeit mühen sich Journalisten und Analysten beim größten Sozialen Netzwerk der Welt Krisen- oder Verfallssympthome zu identifizieren. Facebook entpuppt sich indes immer wieder als quicklebendig: Laut einer aktuellen Studie des Pew Research Centers hat das Netzwerk die mit Abstand aktivsten Nutzer. So sind 70 Prozent der US-Nutzer täglich bei Facebook aktiv, 43 Prozent sogar mehrmals täglich. Bei Instagram machen die täglich Aktiven dagegen 59 Prozent der Nutzerschaft aus, bei Twitter sind es 38 Prozent. Zwar stellen auch die Pew-Analysten fest, dass Facebook in den Staaten kaum noch wächst, aber damit kann ein Unternehmen, dass bereits von 72 Prozent aller erwachsenen Amerikaner genutzt wird, mutmaßlich ganz gut leben.

Infografik: Facebook hat die aktivsten Nutzer | Statista

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Mehr als die Hälfte des Webtraffics wird von Bots erzeugt

  Nur 44% des Webtraffics sind menschlich

Laut einer Untersuchung von Incapsula, einem Anbieter für Website Security, gehen nur 44 Prozent des Webtraffics direkt auf menschliche Aktivitäten zurück. Von den restlichen 56 Prozent wird rund die Hälfte durch harmlose Bots, die beispielsweise automatisch Websites für unterschiedliche Zwecke durchsuchen, verursacht. Ein Beispiel hierfür sind Bots von Suchmaschinen, die Inhalte von Web-Angeboten indexieren. Die andere Hälfte des nichtmenschlichen Traffics geht auf schädliche Bots wie so genannte Impersonator (z.B. DDoS- oder Spy-Bots), Content-Scraper (kopieren Inhalte von Seiten), Hacking-Tools oder Spam-Bots zurück. Die Daten basieren auf 1,5 Milliarden Visits auf 20.000 Webseiten weltweit.

Die Grafik bildet die Verteilung des weltweiten Traffics auf Webseiten in 2013 ab.

Infografik: 44% des Webtraffics ist menschlich | Statista

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