Der Preis der politischen Einflussnahme

Die Grafik zeigt die Lobby-Ausgaben ausgewählter Tech-Unternehmen in den USA.

16,6 Millionen US-Dollar hat Google im vergangenen Jahr für Lobbyarbeit in den USA ausgegeben. Damit lässt sich der Suchmaschinenanbieter die politische Einflussnahme im Vergleich mit anderen Größen der Tech-Branche besonders viel kosten. Bei Facebook waren es knapp zehn Millionen US-Dollar, Amazons Lobby-Budget belief sich im Heimatmarkt auf neun Millionen US-Dollar. Wer in den Staaten wie viel Geld für Lobbyarbeit ausgibt lässt sich mithilfe der Lobbying Disclosure database des Kongresses gut beantworten. Die Lobby-Ausgaben aller in den USA tätigen Unternehmen können hier abgefragt werden.

Es sind wir, die wir die sozialen Medien nutzen, online einkaufen und uns nicht um unsere Daten kümmern, die von diesen einflussreichen Unternehmen in den USA zu Geld gemacht werden. Damit finanzieren diese Firmen auch ihre Lobbyarbeit. Es sind auch diese Firmen, die in Europa kaum Steuern zahlen, die wir aber dringend zur Bewältigung der Flüchtlingskrise benötigen. Man sollte nicht vergessen, dass die USA einen nicht unerheblichen Anteil an dieser Krise haben. Verantwortung übernimmt die US-Regierung dafür allerdings nicht.

Infografik: Der Preis der politischen Einflussnahme | Statista
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Passiv im sozialen Netz – gilt besonders für XING-User

Auch bei Facebook geht die Aktivität der Nutzer zurück

87 Prozent der Social-Media-Nutzer in Deutschland sind laut einer Studie von Faktenkontor auf Facebook unterwegs, das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Zudem nutzen nur 34 Prozent das Netzwerk aktiv (Verfassen von Beiträgen und Kommentaren, Bilder oder Videos einstellen). Das Social-Media-Angebote eher passiv genutzt werden ist aber keine Facebook-Spezialität. Ähnliches lässt sich für fast alle in der Studie betrachteten Webseiten beziehungsweise Apps feststellen. YouTube etwa wird zwar von insgesamt 88 Prozent genutzt, aber nur 14 Prozent betreiben eigene Accounts oder kommentieren unter Videos.

k Anteil der Social-Media-Nutzer in Deutschland, die folgende Angeboten nutzen.

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Facebook hat die aktivsten Nutzer

 Facebook wächst kaum noch, verliert Reichweite bei Teenagern, ist nicht mehr hip … in schöner Regelmäßigkeit mühen sich Journalisten und Analysten beim größten Sozialen Netzwerk der Welt Krisen- oder Verfallssympthome zu identifizieren. Facebook entpuppt sich indes immer wieder als quicklebendig: Laut einer aktuellen Studie des Pew Research Centers hat das Netzwerk die mit Abstand aktivsten Nutzer. So sind 70 Prozent der US-Nutzer täglich bei Facebook aktiv, 43 Prozent sogar mehrmals täglich. Bei Instagram machen die täglich Aktiven dagegen 59 Prozent der Nutzerschaft aus, bei Twitter sind es 38 Prozent. Zwar stellen auch die Pew-Analysten fest, dass Facebook in den Staaten kaum noch wächst, aber damit kann ein Unternehmen, dass bereits von 72 Prozent aller erwachsenen Amerikaner genutzt wird, mutmaßlich ganz gut leben.

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Facebook beantwortet nicht alle Anfragen zu Nutzerdaten

Facebook beantwortet nur jede 3. deutsche Anfrage

Regierungen und Behörden weltweit haben im ersten Halbjahr 2014 bei Facebook 34.946 Anträge auf die Herausgabe von Nutzerdaten eingereicht. Deutschland liegt mit 2.537 Anfragen, die insgesamt 3.078 Nutzer/Konten betreffen, auf Platz drei des Rankings der zehn Länder mit den wissbegierigsten Behörden. Allerdings scheint Facebook gegenüber deutschen Behörden nur wenig auskunftsfreudig zu sein. Lediglich bei etwa 34 Prozent der Anfragen stellte das Soziale Netzwerk Daten zur Verfügung.

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Diese Grafik zeigt die Anzahl der Nutzerdaten-Anfragen von Regierungen und Behörden bei Facebook im 1. Halbjahr 2014.

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